Der Schützenbund Wesermarsch mit seinen über 2300 Mitgliedern ist Mitglied
im OLDENBURGER SCHÜTZENBUND (OSB) auf Bezirksebene.
Dieser ist Mitglied im NORDWESTDEUTSCHEN SCHÜTZENBUND (NWDSB),
der jetzt ebenfalls im neuen SCHÜTZENBUND NIEDERSACHSEN Mitglied ist (das ist die Landesebene) und der wiederum Mitglied ist
im DEUTSCHEN SCHÜTZENBUND (DSB).
Diesem gehören somit auch alle Schützenvereine im Schützenbund Wesermarsch an.
Das Präsidium des Schützenbundes Wesermarsch setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Einzelvereine, die
auf einer Jahreshauptversammlung in ihre jeweilige Funktion gewählt werden.
Die nächste Jahreshauptversammlung richtet am 22. Februar 2014 der SSV Ovelgönne aus (siehe Karte).
Zuvor findet auf seinem Stand auch das Bundeskönigsschießen statt.
Die ersten Kreismeisterschaften im Schützenbund Wesermarsch wurden noch im Juni 1953 auf den Schießständen in Hammelwarden ausgerichtet. Geschossen wurden 15 Schuss Luftgewehr stehend freihand auf Zehnerscheiben.
Mannschaftssieger:
| Schützenklasse A | SV Elsfleth | 474 Ringe |
| (Herbert Gebken, Karl Stindt, Heinz Wichmann und Wilhelm Schröder) |
| Schützenklasse B | SV Hammelwarden | 460 Ringe |
| (Namen nicht überliefert) |
| Schützenklasse C | SV Hammelwarden | 434 Ringe |
| (Namen nicht überliefert) |
| Jugendklasse | SV Hammelwarden | 373 Ringe |
| (mit den Schützen Weiß, Thiemer, Ebeling und Röben) |
Einzelsieger:
| Klasse A: | Werner Jochims, OHW | 128 Ringe |
| Klasse B: | Richard Lösekann, Elsfleth | 125 Ringe |
| Klasse C: | Rolf Lösekann, Elsfleth | 120 Ringe |
| Jugend: | Hans Weiß, Hammelwarden | 102 Ringe |
| Altersschützen: | Georg Jochims, Hammelwarden> | 99 Ringe |
An den Kreismeisterschaften 1954 beteiligten sich bereits elf der damaligen 17 Mitgliedsvereine. Die Wettkämpfe wurden auf dem neuen Schießstand in Oberhammelwarden ausgetragen. Die Vielfalt der Wettbewerbe wurde größer:
Mannschaftssieger:
| Schützenklasse A | SV Brake> | 529 Ringe |
| Schützenklasse B | SV Elsfleth | 493 Ringe |
| Schützenklasse C | SV Hammelwarden | 437 Ringe |
| Schützenklasse D | SV Oldenbrok | 441 Ringe |
| Frauenklasse | SV Elsfleth | 405 Ringe |
| Jugendklasse | SV Elsfleth | 451 Ringe |
| Kleinkaliber C | SV Brake | 409 Ringe |
Einzelsieger:
| Klasse A: | Werner Havekost, SV Brake | 138 Ringe |
| Klasse B: | Wilhelm Schröder, SV Elsfleth | 134 Ringe |
| Klasse C: | Georg Peters, SV Hammelwarden | 121 Ringe |
| Klasse D: | Ewald Scheelje, SV Großenmeer | 121 Ringe |
| Frauenklasse | Lisa Heeren, SV Elsfleth | 105 Ringe |
| Jugend: | Claus Lösekann, SV Elsfleth | 122 Ringe |
| Altersschützen | Georg Jochims, SV Hammelwarden | >99 Ringe |
| Kleinkaliber A | Karl-Heinz Block, SV Brake | 130 Ringe |
| Kleinkaliber C | Karl Schubert, SV Brake | 114 Ringe |
Bedingt durch die vielen Vereine war die Durchführung der Meisterschaften, Rundenwettkämpfe sowie von Wettkämpfen verschiedenster Art schwierig geworden. Es gab keine großen Schießstände und vor allem stellten sich die Entfernungen als Problem dar. Autos waren damals Mangelware, das Fahrrad und Moped wurde plötzlich oft gebraucht. Nur der eine oder andere Schütze hatte ein eigenes Auto. Es wurden Firmenfahrzeuge zur Verfügung gestellt oder man suchte sich einen "Chauffeur".
Um das Problem zu entspannen, wurde das Kreisgebiet in (Sport-) Unterkreise aufgeteilt: 1954 in Brake-Nord und Brake-Süd. Während der Jahreshauptversammlung 1955 wurde zusätzlich der Kreis Butenland ins Leben gerufen. In dieser JHV setzte sich der Bundesschießmeister Herbert Gebken bei den Vereinen für "eine korrekte Durchführung aller Wettkämpfe" ein, "wobei genau nach der Sportordnung verfahren werden soll!" - Hoppla..., diese Mahnung hören wir doch noch heute, ... Jahr für Jahr ...oder?

Eine "Preisschießgruppe" in der Anfangszeit des Schützenbundes (1954).
Hinten v.l.: Rolf Meyer, Georg Busch, Bruno Timm, Alfred Menze.
Vorne v. l.: Helmut Wessels, Arnold Burhop, Horst Menze, Willi Denken.
Bereits 1956 wurde ein vierter Unterkreis gebildet. Jetzt gab es: Brake und südliche Wesermarsch, Stadland, Butenland und Nordenham. Aber schon 1957 war der Kreis Nordenham nicht mehr existent.
Etwa 1960 wurden die drei Kreise schließlich umgewandelt in die Bereiche Wesermarsch Nord und Süd. Diese Konstellation hatte jetzt viele Jahre Bestand. Am 27. September 1972 wurde von Ewald Hullmann erstmals die Zusammenlegung der Sportkreise Süd und Nord vorgeschlagen. Er konnte sich aber nicht durchsetzen. Erst 10 Jahre später, am 06. März 1982, im Rahmen der regulären Präsidiumswahlen, wurde die Zusammenlegung der Sportbereiche beschlossen. Erster Bundessportleiter für den Gesamtbereich des Schützenbundes wurde Ewald Hullmann aus Abbehausen, zu seinem Vertreter wurde Helmut Ramke aus Moorriem gewählt. Damenleiterin Liesel Diers (Moorriem), Bundesjugendsportleiter Bernd Janisch (Hammelwarden) und seine Stellvertreter Erich von Minden (Hammelwarden) und Gerold Diers (Moorriem) komplettieren die erste Gesamtsportleitung des Schützenbundes Wesermarsch.
1994 übernahm Gerold Diers das Amt des Bundessportleiters und übte es bis 2006 aus. Sein Nachfolger wurde Benjamin
Büsing vom SV Rönnelmoor. Stellvertretender Bundessportleiter war seit 1988 Gerhard Frey aus Ovelgönne. Ihm folgte im Amt nach der JHV 2011
Hergen Heinemann vom Moorriemer SV
als Leiter der Rundenwettkämpfe.
Auf der Delegiertenversammlung 2012 wurde der erfolgreiche Pistolenschütze Volker Kächele vom SV Reitland als neuer Kreissportleiter gewählt.
Durch die Erweiterung vieler Schießstände und durch die Entwicklung der "Mobilität" konnten also die Sportkreise
zusammengeführt werden, sodass bei den heutigen Kreismeisterschaften über 700 Starts zu verzeichnen sind. Daraus
entwickelte sich der heute stärkste sportliche Teilnehmerkreis eines einzelnen Verbandes im Oldenburger Schützenbund!
Die Sportschützen und Schützinnen vom Schützenbund Wesermarsch beteiligen sich an allen weiterführenden
Meisterschaften bis hin zu den Deutschen Meisterschaften in München und Dortmund. Kreisintern
werden ein Schießen um den Präsidentenpokal (ehemals Johann-Harms-Pokal) sowie ein Kreisvergleichsschießen mit dem Schützenkreis
Delmenhorst und ein Kreiskönigsschießen durchgeführt. Die Schützendamen schießen jährlich den Landrat-Pokal aus, an
dem sich ca. 100 Damen beteiligen. Außerdem nehmen sie erfolgreich am Kreisvergleichsschießen des OSB teil.
Ein Schießen um den so genannten "Stedingen Schild" musste eingestellt werden. Die Anforderungen hierfür wurden als zu schwer empfunden.
Zur Überbrückung der Wettkampfpause sollten im Winterhalbjahr Rundenwettkämpfe geschossen werden. Da
Terminverschiebungen die Meisterschaften in die Wintermonate gedrängt haben, sind die Rundenwettkämpfe
kein Trainingspart mehr, sondern ein vom Deutschen Schützenbund geförderter Wettbewerb. Verstärkt wurde
die Altersgruppe ab 46 Jahre für diesen Wettkampf gewonnen. Ab diesem Alter schießen die Schützinnen
und Schützen den Anschlag Luftgewehr- und Kleinkaliber-Auflage. Nach den vom DSB festgelegten Regeln
werden über die Landesverbands- bis zur Deutschen Meisterschaft Wettkämpfe ausgetragen. Mittlerweile gibt es für die älteren Schützen
sogar eine Disziplin "Luftpistole-Auflage" (kein Scherz!).
Jeder Schützenverein hat durch diese Regelung wieder ältere Schützinnen und Schützen motivieren und gewinnen können, die sich für das Auflageschießen
begeistern. Dass Ehrgeiz gezeigt wird, beweisen nicht selten die erreichten 300 möglichen Ringe.
In Gruppen mit vier Mannschaften schießen die Schützinnen und Schützen nach Leistungsstärke in Hin- und Rückkämpfen
den Klassensieger aus. Über Auf- und Abstieg entscheiden die Endresultate für ein Weiterkommen auf Kreis-, Bezirks-
oder Landesebene. Der Schützenbund Wesermarsch beteiligt sich jährlich mit rund 120 Mannschaften an diesem Wettbewerb.
Die Tendenz ist steigend.
Besonders erfolgreich im Auflageschießen sind die Schützinnen und Schützen vom Moorriemer Schützenverein, die
mehrfach Platzierungen bei überregionalen Veranstaltungen errungen haben. Christa Ramke konnte hier bereits
zweimal einen Deutschen Meistertitel beim Auflageschießen mit dem Maximalergebnis von 300 Ringen erreichen. Die Sportleitung wünscht sich für die
kommenden Jahre weiterhin eine wie bisher erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Vereinen.
Im März 1983 wurde das Bogenschießen durch den Schützenverein Elsfleth im Schützenbund Wesermarsch bekannt gemacht. Nach und nach richteten die Vereine Abbehausen, Boitwarden, Brake, Burhave, Hammelwarden und Ovelgönne ebenfalls eine Bogenabteilung ein. Leider wurde von den Vereinen Boitwarden und Ovelgönne das Bogenschießen wieder aufgegeben. Zur Zeit nehmen etwa 35 Schützen aller Klassen regelmäßig an den Meisterschaften teil.
Einige unserer Bogenschützen qualifizierten sich über die Kreis-, Bezirks- und Landes-meisterschaften bis zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. Mehrfach konnten wir schon Landesmeister in unserer kleinen Gruppe der Bogenschützen zu ihrem Erfolg beglückwünschen.
Den Einstieg in den Bogensport auf Kreisebene organisierte 1985 der stv. Bundessportleiter für Bogensport, Reinhard Krause aus Ovelgönne. 1991 übernahm
Lutz Höwel dieses Aufgabengebiet im Schützenbund als Bogensportleiter und nach seinem Tod Jörg Thielen. Auch beim Oldenburger Schützenbund war Höwel als Referent für Bogensport tätig.
Mittlerweile leitet Kurt von den Benken aus Brake das Schießgeschehen.
Kurzfassung der Disziplinen im Bogenschießen:
Hallenbogen:
2 x 30 Pfeile, zu Passen von je 3 Pfeilen in 2 Minuten. Entfernung 18 Meter, Scheibendurchmesser 20 cm. Schüler schießen gleiche Entfernung, Scheibendurchmesser 80 cm.
FITA Runde im Freien:
2 x 36 Pfeile, zu Passen von je 6 Pfeilen in 4 Minuten. Entfernung 70 Meter, Scheibendurchmesser 122 cm. Jugend 60 Meter bei gleichem Scheibendurchmesser, Schüler A 40 Meter - gleicher Scheibendurchmesser, Schüler B 25 Meter - Scheibendurchmesser 80 cm.
Feldbogenrunde:
Zwei im Gelände aufgestellte Kurse, zu je 12 Scheiben. Ein Kurs mit unbekannter Entfernung. Scheibendurchmesser angepasst, entsprechend der Entfernung zwischen 10 und 55 Meter. Die Entfernung muss vom Schützen geschätzt werden. Zweiter Kurs mit bekannter Entfernung. Scheibendurchmesser angepasst, entsprechend der Entfernung zwischen 10 und 60 Meter.
Pro Scheibe sind jeweils 3 Pfeile zu schießen, insgesamt also 72 Pfeile.
Wer schon immer wissen wollte, seit wann es Bogenschießen gibt und welchen Aufwand es bedeutete, früher einen Bogen herzustellen, schaut sich am Besten einen Beitrag aus der "Sendung mit der Maus" an:
"Bogenschießen in der Steinzeit". Und wer wissen will, wie das Bogenschießen
heute durchgeführt wird, findet Termine bei den Mitgliedsvereinen im Schützenbund Wesermarsch.
In den Mitgliedsvereinen des Schützenbundes Wesermarsch können fast alle Wettkampfdisziplinen der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes geschossen werden.
Zu den in der Wesermarsch angebotenen Wettkampfdisziplinen gehören:
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Luftgewehr und Luftpistole auf 10m-Ständen,
Luftgewehr-Auflage und Luftpistole-Auflage auf 10m-Ständen,
Kleinkalibergewehr, 50m+100m,
Freie und Sportpistolen, 25m+50m,
Schwarzpulverwaffen, 25m+50m,
Wurfscheiben Trap und Skeet
Armbrustschießen und Bogen (in der Halle und im Freien)
Dreistellungskampf für Luftgewehr und Kleinkaliberwaffen und
das Schießen auf die Laufende Scheibe auf 10m.
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Näheres zu den Angeboten können Sie den Informationen zu den
Mitgliedsvereinen entnehmen.
Zusätzlich wird noch Luftgewehr-aufgelegt und Kleinkaliber-aufgelegt
angeboten. Diese Wettkampfdisziplinen werden von vielen Vereinen für die älteren
Mitglieder (ab 46 Jahren) angeboten und bis zur Landesebene auch auf Meisterschaften geschossen.
Für "Luftgewehr-aufgelegt" fanden 1998 die ersten Deutschen Meisterschaften statt. Ein Mitglied der Sportschützen Nordenham wurde dabei Vierter.
Im Herbst jeden Jahres beginnt für die Schützen die
Wettkampfsaison. Nach den verschiedenen Vereinsmeisterschaften (die
Voraussetzung für die Teilnahme an höherwertigen Wettkämpfen
sind) finden die KREISMEISTERSCHAFTEN für
alle angebotenen Schießdisziplinen statt.
Die Wettbewerbe für Luftdruckwaffen und Armbrust fanden früher
überwiegend im Haus der Sportschützen Nordenham statt, die
hierfür die meisten Stände anbieten können. Mittlerweile habe die Vereine Moorriem und Brake ihre Anlagen auf elektronische
Stände aufgerüstet, sodass sie nun verstärkt in Anspruch genommen werden.
Die Wettkämpfe "Laufende Scheibe" Luftgewehr werden beim
Schützenverein Golzwarden durchgeführt, der hierfür zwei
Anlagen installiert hat. Die Wettbewerbe der Kleinkaliber- und Schwarzpulverwaffen werden in Brake, Weserdeich oder Elsfleth geschossen.
Außerdem finden in dieser Zeit die sogenannten
RUNDENWETTKÄMPFE statt. Hierbei
schießen die Mannschaften der Vereine, aufgeteilt in mehrere Gruppen,
immer abwechselnd bei sich zuhause und im Schützenhaus des Gegners.
Für das Sportschießen in den Mannschaftswettbewerben gibt es
die folgende
Die Schützinnen und Schützen sind für die Wettkämpfe in verschiedene Altersklassen eingeteilt.
Anmerkung:
In Niedersachsen darf das Sportschießen mit Luftgewehren und -pistolen zur Zeit erst ab 12 Jahre
ausgeübt werden. Mit Kleinkaliberwaffen darf erst ab 16 Jahren geschossen werden, mit Großkaliberwaffen erst ab 18 Jahren (Ausnahme
Einzellader-Langwaffen mit glatten Läufen). Alle Teilnehmer unter 18 Jahren brauchen zum Schießen mit Feuerwaffen (Klein- oder Großkaliber)
entweder eine unterschriebene Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten (muss im Original vorgelegt werden können) oder ein
Sorgeberechtigter muss beim Schießen anwesend sein.
Neue Altersklassen-Einteilung:
(seit 01.01.2011)
Schülerklasse, männlich
unter/bis 14 Jahre
|
Schülerklasse, weiblich
unter/bis 14 Jahre
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Jugendklasse, männlich
15 + 16 Jahre |
Jugendklasse, weiblich
15 + 16 Jahre |
Juniorenklasse B, männlich
17 + 18 Jahre |
Juniorenklasse B, weiblich
17 + 18 Jahre |
Juniorenklasse A, männlich
19 + 20 Jahre |
Juniorenklasse A, weiblich
19 + 20 Jahre |
Schützenklasse
21 - 45 Jahre (nur Männer) |
Damenklasse
21 - 45 Jahre (nur Frauen) |
Altersklasse
46 - 55 Jahre (nur Männer) |
Damenaltersklasse
46 - 55 Jahre (nur Frauen) |
Seniorenklasse A
56 - 65 Jahre (für Schützinnen und Schützen) Auflage erlaubt |
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Seniorenklasse B
66 - 71 Jahre (für Schützinnen und Schützen) Auflage erlaubt |
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Seniorenklasse C
ab 72 Jahre (für Schützinnen und Schützen) Auflage und Hocker erlaubt |
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Körperbehinderte
ohne Altersangabe |
In jedem Jahr machen Tausende beim Deutschen Sportabzeichen mit. Laufen, Weitspringen, Schwimmen, Hochsprung, Radfahren oder auch schon Inline-Skating kennt man, aber auch in der neuen
Gestaltung ab 2013 ist wieder das Sportschießen möglich.
Auf den ersten Blick erschließt es sich nicht in der Übersicht der Disziplinen, die für das Sportabzeichen von den Schießsportinteressierten absolviert werden können, aber bei den meisten Wettbewerben gilt eine Altersuntergrenze ab 12 Jahren
(nicht für Bogen und Armbrust) - UND: man braucht wirklich Training, um die geforderten Leistungen zu erfüllen. Es geht nicht „mal so nebenbei".
Die augenfälligsten Veränderungen des reformierten Deutschen Sportabzeichens sind die Ausrichtung
des Fitnessordens an drei Leistungsstufen und die Reduzierung auf vier Disziplingruppen, orientiert an den motorischen Grundfähigkeiten Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination.
und für den Punkt „Koordination" sind dann Disziplinen aus dem „normalen" Schießsportalltag versammelt: Luftgewehr, Luftpistole, Armbrust, Bogen oder sogar auch KK-Sportpistole sowie Trap und Skeet (kennt man alles von den Olympischen Spielen, nur die Armbrust nicht).
Für ältere Teilnehmer gibt es da sogar auch Auflagewettbewerbe für Luftgewehr, Luftpistole und Kleinkaliber.
In der Wesermarsch dürfen z.B. Gerd Lange von den Sportschützen Nordenham, Volker Kächele vom SV Reitland und
Nicole von Aswegen vom SV Burhave die Schießdisziplinen für das Sportabzeichen abnehmen. Trainieren dafür darf man aber bei allen Vereinen in der Wesermarsch.
Beim „Wochenende der Schützenvereine" am 05. und 06. Oktober 2013 können Sie bei allen daran teilnehmenden Vereinen mehr zum „Deutschen Sportabzeichen mit Schießen" erfahren.
In der neuen Disziplingruppe „Koordination" wird das Kleine und das Große Leistungsabzeichen des Deutschen Schützenbundes (DSB) für das Sportabzeichen anerkannt -
aber nur für das Ablegen in der Stufe „Gold". Bei Erfüllung der Übungen hat man dann gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: zum Einen hat man die Erfordernisse für das Sportabzeichen in dieser Stufe
erfüllt, zum Anderen gibt es dann auch noch gleich das DSB-Leistungsabzeichen - ist doch toll... - äääh, fast...
Das Schießen mit Luftgewehren, Luftpistolen, Kleinkaliberwaffen u.s.w. in den Mitgliedsvereinen des
Schützenbundes Wesermarsch ist ein SPORT und hat NICHTS mit dem Schießen von ähnlich aussehenden Geräten auf Jahrmärkten zu tun !!
Wer das bezweifelt, sollte mal die Kreismeisterschaften von Schützenvereinen besuchen, wenn mit den
bis zu 5,5 kg schweren Sportwaffen ein 40 Schuß-Programm absolviert werden muss.
Sollten Sie militaristische Anwallungen haben, können Sie bei den Vereinen des Schützenbundes Wesermarsch nichts lernen, da hier ein reiner Schießsport ausgeübt wird, bei dem nur Kondition, Konzentration und Ruhe zählt !!
Es kann festgestellt werden, dass das Sportschießen in den Mitgliedsvereinen des Deutschen Schützenbundes, der heute ca. 1,5 Millionen Mitglieder hat -und damit der viertgrößte Sportverband in
Deutschland ist - zu den sichersten Sportarten zählt, die man sich vorstellen kann.
Es gibt keine gebrochenen Knochen und Achillessehnen-Abrisse wie im Fußball, keine zermatschten Augen und bewusstlose Kontrahenten mit Gehirnerweichungen wie im Boxen, keine Krankenhaus-Patienten
wie nach Handballwettkämpfen und auch keine Tennisarme oder andere Verletzungen. Das liegt daran, dass die Sportschützen nicht nur den sicheren Umgang mit ihren Sportgeräten, sondern vor allem
Selbstdisziplin und Fairness gegenüber ihren sportlichen Mitkonkurrenten lernen.
Das einzige Ziel in diesem Sport ist es, eine Schießscheibe zu treffen und NICHT seinen Mitmenschen!
Sollten Sie sich über das Sportschießen informieren wollen oder wollen Sie gar ein kostenloses Schnuppertraining wagen, steht ihnen ein Mitgliedsverein des Schützenbundes Wesermarsch in ihrer Nähe gerne zur Verfügung.
Wohnen Sie außerhalb des Landkreises Wesermarsch, kann ihnen der Deutsche Schützenbund einen Dachverband in ihrer Nähe nennen, an den Sie sich wenden können:
| Rechtliches zu Waffenschein und Waffenbesitz |
Es erscheint notwendig, den bei Laien kaum verständlichen Unterschied zwischen
Waffenbesitzkarte und Waffenschein herauszustellen.
Ein Waffenschein wird nur in Ausnahmefällen erteilt, wenn Leib und Leben
gefährdet sind und es für die Gefahrenabwehr erforderlich ist, eine
geladene Waffe am Körper zu tragen (= Führen), siehe u.a.
http://de.wikipedia.org/wiki/Waffenschein.
Merke: den Waffenschein würde eine Person bekommen, er wird nicht auf eine Waffe ausgestellt!
Aber: Man kann nicht einfach so zur Behörde gehen und einen Waffenschein für eine beliebige Waffe abholen!
Und: Sportschützen bekommen auf KEINEN Fall einen Waffenschein (!!!),
nur weil sie Sportschützen sind.
Die Erteilung eines Waffenscheins ist grundsätzlich eine
Einzelfallentscheidung. Nur weil man einer bestimmten Berufsgruppe
angehört, wird nicht schon automatisch ein Waffenschein erteilt (so
sollte es jedenfalls sein). Jäger dürfen mit einer geladenen Waffe bei
der Jagd herumlaufen, weil sie die Jägerprüfung bestanden haben und im
Besitz eines Jagdscheines sind (aber auch dadurch nicht automatisch
einen Waffenschein erteilt bekommen) - und das Herumlaufen dürfen sie dann auch nur in ihrem
Jagdrevier und nicht in der "sonstigen" Öffentlichkeit.
Der Begriff "Führen von Waffen" bezeichnet das in der Öffentlichkeit am Körper
tragen einer schussbereiten Waffe (natürlich selbstverständlich gegen
unbeabsichtigte Schussabgabe gesichert). Sowas machen zum Beispiel Polizisten, Jäger bei der
Ausübung der Jagd oder evtl. Personenschützer, die deshalb aber trotzdem
nicht automatisch einen Waffenschein bekommen.
Für das "Führen" von Luftdruckwaffen (das geladene Herumtragen) wird
grundsätzlich KEIN Waffenschein erteilt!!!
(Luftdruckwaffen sind einschüssig und somit völlig ungeeignet, Leib und Leben zu schützen (oder Banküberfälle oder
Amokläufe damit zu begehen)).
Ein Waffenbesitz bestimmter Waffen wird in eine "Waffenbesitzkarte"
eingetragen, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Waffenbesitzkarte_(Deutschland).
Diese Waffenbesitzkarte ist KEIN Waffenschein (!!!),
sondern nur der Nachweis, dass man ordnungsgemäß (legal) im Besitz einer
Waffe ist, wobei hier NUR DIE Waffen gemeint sind, die als "Feuerwaffen"
bezeichnet werden, also ab Kleinkaliber (ein Bogen oder eine Armbrust
muss ebenfalls nicht eingetragen werden, da diese offiziell nach dem Waffenrecht keine "Schusswaffen" sind - obwohl
sie bei Missbrauch mindestens genauso gefährlich sein können).
Für Luftdruckwaffen wird KEINE Waffenbesitzkarte benötigt (es sei
denn, es wäre ein wirklich sehr unübliches "Weitschussluftgewehr", das
dann aber über 7,5 Joule Mündungsenergie hätte) und es wird dafür auch KEIN
Waffenschein ausgestellt (es besteht kein Grund mit einer geladenen
einschüssigen Luftdruckwaffe am Körper in der Öffentlichkeit - außerhalb
eines Schießstandes - herumzulaufen (und selbst da ist das Herumlaufen mit einer geladenen Waffe strengstens verboten)).
ALLE offiziellen (!!) Luftdruckwaffen (richtiger "Druckluftwaffen"), die
beim Sportschießen verwendet werden, haben ein eingeprägtes "F im Fünfeck", das der
Hinweis darauf ist, dass
1. die Waffe eine Mündungsenergie von weniger als 7,5 Joule aufweist und
2. volljährige Personen diese Sportgeräte ohne "Sondererlaubnis" frei erwerben können.
Das "F im Fünfeck"-Zeichen ist also praktisch ein "TÜV"-Zeichen für
freie Luftdruckwaffen, die wirklich JEDER ab 18 legal erwerben und
besitzen kann und darf (nicht nur nicht "unter Umständen", das
Weitschussluftgewehr ist die Ausnahme, nicht das "normale" Luftgewehr).
Für den Eintrag einer "Feuer"-Waffe in eine Waffenbesitzkarte ist ein
gesetzliches Verfahren vorgeschrieben, das unter anderem festlegt, dass
VOR dem Eintrag, der Antragsteller einen Lehrgang zur Sachkunde ablegen
und bestehen muss (sowas darf der Bezirksdachverband "Oldenburger
Schützenbund" ausrichten) und vor allem, der Antragsteller muss
nachweisen, dass er die Waffe auch tatsächlich benötigt (sowas kann man
durch regelmäßige (!!) Teilnahme am Training in einem Schützenverein
nachweisen (das muss der Verein natürlich bestätigen)),
siehe auch Sachkunde_(Schießsport).
Und selbstverständlich muss der Antragsteller unbescholten sein, das heißt, nicht wegen Straftaten belangt worden sein und er muss "zuverlässig" sein (NPD-Angehörige werden da Probleme bekommen).
Merke:
Ein Waffenschein hat überhaupt NICHTS mit dem BESITZ von Waffen zu
tun, sondern nur damit, ob eine geladene Feuerwaffe in der Öffenlichkeit
mit sich geführt werden darf.
Für das Führen von Luftdruckwaffen wird grundsätzlich KEIN Waffenschein erteilt
(Luftdruckwaffen werden NUR beim Schießen auf einen Schießstand geführt, nirgendwo sonst).
Für die Berechtigung zum Besitz von Waffen ist einzig und allein die "Waffenbesitzkarte" zuständig und da werden in der Regel nur Feuerwaffen eingetragen.
Luftdruckwaffen werden in einer Waffenbesitzkarte in der Regel NICHT eingetragen (Ausnahme s.o.).
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Auf Wiedersehen mit dem traditionellen Schützengruß
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