Am 23.03.2003 wurde der Schützenbund Wesermarsch 50 Jahre alt. Einen Tag vor dem offiziellen Geburtstagstermin versammelten sich
in der Begegnungstätte (Begu) in Brake die Vertreter der Mitgliedsvereine sowie Ehrengäste aus Politik und Sport,
um diesen Anlass in einer Feierstunde würdig zu begehen.

Hans Speckels |
Nach dem Fahneneinmarsch der Mitgliedsvereine, begleitet von der Ovelgönner Blaskapelle, eröffnete der frühere Präsident des Schützenbundes Hans Speckels mit einer Festrede den Reigen der Grußworte. In lockerer Form,
mit zahlreichen Anekdoten gewürzt, stellte er die Menschen in den Mittelpunkt seines Rückblickes,
denen es zu verdanken sei, dass sich der Schützenbund mit seinen über 3000 Mitgliedern in 21 Vereinen immer noch "elastisch, jugendlich frisch und flott" darstellen könne.

Uta Maron |
Die Braker Bürgermeisterin Uta Maron drückte ihre Freude darüber aus, dass es im Schützenbund keine Kluft zwischen
Tradition und Moderne gibt und sich die Schützenvereine im Wettbewerb mit anderen Vereinen behaupten können.
"Der Schützenbund mit seinen angeschlossenen Vereinen ist eine Bereicherung in der Vereinslandschaft der Wesermarsch", sagte sie.
Dem Grusswort schloss sich der stellvertretende Landrat Karl-Heint Ranft an, der insbesondere die Arbeit in den Ehrenämtern lobte.

Hans Dieter Fredehorst |
Lobende Worte fanden neben den politischen Vertretern auch Hans Dieter Fredehorst, nunmehriger Ehrenpräsident des Oldenburger Schützenbundes,
Rudi Eckhoff, Vorsitzender des Bezirkssportbundes Weser-Ems und Rolf Harms, Vorsitzender des Kreissportbundes Wesermarsch.
Sie alle betonten die Bedeutung des Schützenwesens für die soziale Integration, für das ehrenamtliche Engagement in Vergangenheit und Gegenwart und für die Gemeinschaftspflege.

Willi Büsing |
Zahlreiche Ehrungen konnten während des Festaktes vorgenommen werden. Willi Büsing vom Schützenverein Moorriem wurde als letzter Vertreter der Gründungsmitglieder mit einem Orden ausgezeichnet und erhielt die Ehrenmitgliedschaft im Schützenbund.
Ehrennadeln und Urkunden für ihr Engagement im Schützenwesen erhielten Bärbel Diekmann, Karin Tönjes, Christiane Wittkowsky, Udo Schulze, Thorsten Thümler, Bert Oetken, Karsten Bose und Wilfried Rüthemann. Der Präsident des Oldenburger Schützenbundes,
Josef Rolfes, half Schützenbundpräsident Reinhard Krause bei der Verteilung der Nadeln und Urkunden. Mit der Nationalhymne und dem Fahnenausmarsch endete der Festakt zum Jubiläum.

Liesel Diers wird verabschiedet. |
Auf der am Nachmittag stattfindenden Jubiläumshauptversammlung standen Neuwahlen des gesamten Vorstandes als Hauptpunkt auf der Tagesordnung.
Zuvor wurde die Damenleiterin Liesel Diers aus ihrem Amt verabschiedet. Sie stellte sich nach 21 Jahren im Amt nicht wieder zur Wahl.
Die gesamte Versammlung erhob sich ihr zu Ehren und stimmte einstimmig zu, sie zum Ehrenpräsidiums- mitglied zu ernennen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge nahm sie die Ehrung an.

Die neue Damenleitung: Christiane Wittkowsky (re.) und Bettina Wilkens (li.) |
Bei den Neuwahlen wurde der gesamte Vorstand größtenteils im Amt bestätigt. Als neue Kreisdamenleiterin wurde Christiane Wittkowsky, SSV Nordenham, in das Amt gewählt. Ihre Stellvertreterin wurde Bettina Wilkens vom SV Reitland.
Da auch der bisherige Jugendsportleiter Thilo Caspers nicht mehr zur Wahl antrat, wählte die Versammlung Henning Belitz vom SV Seefeld zum neuen Jugendleiter.

Königin Elsbeth Heim und König Henning Belitz. |
Schon während des Festaktes nahmen die Königshäuser der Mitgliedsvereine die Gelegenheit wahr, am Bundeskönigsschießen teilzunehmen.
Eng wurde es bei den Herren. Mit einer erstklassigen Zehn wurde König: Henning Belitz vom SV Seefeld.
1. Ritter wurde Henning Janshen, SV Burhave, 2. Ritter wurde Jens Cordes, SV Moorriem.
Den Königinnenorden konnte sich Elsbeth Heim vom SV Brake anstecken. Ihre 1. Hofdame wurde Gisela Ahrens, SV Oberhammelwarden und 2. Hofdame wurde Berna Cordes, SV Golzwarden.

Kaiserin Christa Ramke und Kaiser Gerold Diers. |
Aus Anlass des Jubiläums wurde erstmals ein Kaiserschießen ausgetragen, das in Zukunft alle drei Jahre stattfinden soll. Teilnehmen dürfen daran nur die ehemaligen Bundesschützenkönige und -königinnen.
Die erste Kaiserwürde erlangte Gerold Diers, SV Moorriem. Mit Christa Ramke
fand er seine Kaiserin im selben Verein.
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